Viele Experten sind sich einig, dass unser Gesundheitssystem in zwei Klassen eingeteilt ist. Aus diesem Grund können sich privat versicherte Patienten einen Vorteil verschaffen. Denn eine private Krankenversicherung zahlt höhere Honorare und deckt mehr medizinische Leistungen ab. Durch die wesentlich größere Anzahl an Leistungen ist die private Krankenversicherung für viele Menschen deutlich interessanter als die gesetzliche Krankenversicherung.
Liegt Ihr Gehalt über der so genannten Jahresarbeitsentgeltgrenze, haben Sie die Möglichkeit, freiwilliges Mitglied der gesetzlichen Krankenkasse zu bleiben oder sich privat zu versichern. Gleiches gilt auch, wenn Sie sich selbständig machen oder es bereits sind. Kommt für Sie eine private Krankenversicherung in Frage, denken Sie daran, auch Ihre Familienmitglieder privat zu versichern.
Mit einer privaten Krankenversicherung erhält man individuellen Versicherungsschutz, denn diese deckt medizinische Behandlungskosten umfassend ab bzw. ergänzt die Eigenleistung durch Beihilfen. Die PKV ist eine alternative Möglichkeit der Versicherung zur freiwilligen gesetzlichen Krankenversicherung. Sie übernimmt die im einzelnen vereinbarten Kosten für den medizinischen Leistungsumfang wie z.B. Arztbehandlungen, Entbindungen, Krankheit oder Unfall. Als Privatversicherter hat man die freie Wahl unter den Krankenhäusern und Ärzten.
Für Studenten in der Krankenversicherung gibt es ein paar Besonderheiten, die u.a. den Vorrang von anderen Möglichkeiten der Versicherung betreffen. Die beitragsfreie Familienversicherung z.B. hat den gleichen rechtlichen Vorzug wie die Hinterbliebenenrente durch eine Pflichtversicherung. Studenten haben die Wahl zwischen den einzelnen Kranken- und Innungskassen, die zur Verfügung stehen. Dieses Recht der Wahl regelt das fünfte Sozialgesetzbuch im Paragraph 173 (§173 SGB V). Die Festlegung der zu entrichtenden Beiträge erfolgt jedes Jahr durch das Gesundheitsministerium neu.
Die private Krankenversicherung bietet die unterschiedlichsten Tarife zur Wahl, wobei der Basistarif der PKV dem Standard der gesetzlichen Krankenkasse vergleichbar ist und als Basis für die Sicherstellung der medizinischen Grundabsicherung der unteren Einkommensgruppe dient. Versicherte, die mehr Geld ausgeben können und wollen, können zwischen den verfügbaren Tarifen wählen, die miteinander kombiniert oder einzeln abgeschlossen werden können. Die Beitragshöhe richtet sich dann danach, welche Leistungen gewählt wurden und nach den individuellen Merkmalen wie Alter und Gesundheitszustand. Die Versicherungen zu vergleichen lohnt auf jeden Fall, denn bei den Beiträgen gibt es besonders deutliche Unterschiede. Allerdings ist es wichtig, folgendes zu bedenken: Im Gegensatz zu den Gesetzlichen Krankenversicherungen können Familienmitglieder, die über kein eigenes Einkommen verfügen, nicht beitragsfrei mitversichert werden.
Die gesetzliche Krankenversicherung gehört zu den Sozialversicherungen und schützt uns alle, wenn es darum geht, die Gesundheit zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern. Über Beiträge finanziert sie sich. Das Risiko von Krankheiten wird in unseren Lande in erster Linie mit Hilfe der gesetzlichen Krankenversicherungen abgedeckt.
Für Junge und Gesunde ist die private Krankenversicherung besonders attraktiv. Denn diese Personen haben in der Regel kaum ein gesundheitliches Risiko und müssen daher geringe Beitragszahlungen leisten. Diese Tarife sind oft sogar noch günstiger als der gesetzliche Höchsttarif – und man kann mehr Leistung erwarten. Spezialtarife kommen für Selbständige, Akademiker und Beamte in Frage. Ist die Wahl auf eine private Krankenversicherung gefallen, hat man viele Vorteile: Freie Wahl der Klinik, Chefarztbehandlung und Einbettzimmer sind da nur einige Beispiele. Meist kümmern sich auch die behandelnden Ärzte mehr um Privat-Versicherte aus dem ganz einfachen Grund: Sie können höhere Gebührensätze zur Abrechnung bringen.
Sich einer privaten Krankenversicherung anzuvertrauen, verschafft Ihnen viele Vorteile. Sie können ganz individuelle Tarife wählen und erhalten einen besseren Leistungsumfang als bei einer gesetzlichen Krankenversicherung – und das alles meist zu einem günstigeren Preis. Grund dafür sind die unterschiedlichen Rechte und Pflichten der beiden Institutionen. Die gesetzliche. Krankenversicherung ist verpflichtet, jeden Menschen aufzunehmen. Ganz unabhängig von Alter, Beruf und Gesundheitszustand. Für die Höhe des Beitrags ist dann lediglich das Einkommen von Bedeutung. Die Leistung, die beansprucht werden spielen hier keine Rolle. Dies ist bei der PKV ganz anders.
Es gibt eine große Angebotsvielfalt an Tarifen von privaten Krankenversicherungen. Ebenso viele Vorteile bringt eine private Krankenversicherung mit, da sie individuell gestaltbar ist. Somit kann man die Tarife ganz nach seinen Wünschen wählen. Es sind drei grundlegende Tarifoptionen möglich. Entscheidet man sich für den einfachen Tarif, Basistarif, deckt dieser die medizinische Grundversorgung (ähnlich der gesetzliche Krankenversicherung) ab. Der Standardtarif sichert schon einige Leistungen mehr ab, z.B. Therapiesitzungen. Als dritte Möglichkeit kommt der Komforttarif in Frage, welcher von großem Umfang ist und für viele Sonderleistungen die Kosten übernimmt. Beispielsweise Kosten für eine Chefarztbehandlung oder die Unterbringung in einem Einbett-Zimmer.
Viele meinen, dass die gesetzliche Krankenversicherung auch die kostengünstigere Alternative ist. Doch tatsächlich muss man hierbei den Einzelfall betrachten, denn auch die private Krankenversicherung kann günstiger sein. Vorteile hat sie viele zu bieten. Man wird als Privatpatient meist bevorzugt behandelt und die medizinische Versorgung endet nicht bei den lediglich “notwendigen” Maßnahmen, sondern leistet jede Menge mehr.
Entscheidend für die Höhe des Beitrags zur privaten Krankenversicherung ist in erster Linie der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Um darüber Angaben zu machen, füllt man einen Fragebogen wahrheitsgemäß aus. Dabei geht es um Vorerkrankungen, Risiken und den allgemeinen Gesundheitszustand. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand nach Gültigkeit des Vertrages, wirkt sich das auf die Beiträge nicht mehr aus. Ein Tarifwechsel oder Änderungen der Leistungsoptionen sind für den Versicherungsnehmer möglich. Der Gesetzgeber hat auf Verträge der privaten Krankenversicherung keinen Einfluss.
